Radio u-ton: J. G. Ballards Atrocity Exhibition

Radio U-Ton: Musik aus IndienDer britische Schriftsteller James Graham Ballard fühlt sich in unterschiedlichen Genres zuhause. Unter anderem stammt auch die Romanvorlage zu David Cronenbergs “Crash” aus der Feder des Kultschreibers, dessen Bücher auf Deutsch in den letzten Jahren quasi nur antiquarisch erhältlich waren. Anlässlich der Neuübersetzung von “The Atrocity Exhibition” führte u-ton ein Gespräch mit Editor T. Ballhausen.

[Im Original-Posting finden Sie an dieser Stelle ein Audio-Snippet.]

Die Beschreibung seines Lieblingstopos erinnert jedenfalls an Philip Dick - mir ist der Name zwar bekannt, wird wohl wieder mal Zeit für eine Amazon-Bestellung:

Viele seiner Novellen entwerfen Dystopien und Weltuntergangsszenarien. Die Ursachen der Katastrophen werden oft gar nicht näher benannt, dies wird in dem Roman „The Wind from Nowhere“ (dt.: “Der Sturm aus dem Nichts”) schon im Titel deutlich. Ballard konzentriert sich stattdessen auf die Beschreibung der Ereignisse und die Degeneration der Gesellschaft angesichts des Untergangs. Ein stets wiederkehrendes Motiv ist der Konflikt zwischen den Möglichkeiten einer radikalen Individualität und der Restloyalität gegenüber den verbleibenden gesellschaftlichen Normen.

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